Nettorendite
(Miete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ (Kaufpreis + Erwerbsnebenkosten) × 100
Die Nettorendite ist die ehrlichere Zahl: Sie rechnet die Kosten mit, die den Ertrag tatsächlich schmälern, und die Nebenkosten, die den Einsatz tatsächlich erhöhen. Sie steht selten im Exposé — weil sie kleiner aussieht.
Beispielrechnung
- Gesamtinvestition 420.000 € + 46.494 € Nebenkosten = 466.494 €
- Miete 21.600 € − 2.640 € nicht umlagefähige Kosten = 18.960 €
- 18.960 ÷ 466.494 × 100 = 4,06 %
Musterzahlen zur Erklärung der Methode, kein reales Objekt.
Wofür die Zahl taugt
Für die Entscheidung. Sie ist die Zahl, mit der sich eine Immobilie mit anderen Anlagen vergleichen lässt, ohne sich selbst zu belügen.
Wo sie in die Irre führt
Sie berücksichtigt keine Finanzierung. Zwei Käufer mit derselben Nettorendite können völlig unterschiedlich dastehen, wenn einer 40 % Eigenkapital einsetzt und der andere 10 %. Dafür ist der Cashflow zuständig.
Der typische Fehler
Die Erwerbsnebenkosten wegzulassen. In Baden-Württemberg sind das mit Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklercourtage schnell über elf Prozent — sie erhöhen den Einsatz dauerhaft und verschwinden nicht im ersten Jahr.
Für Ihr Objekt gerechnet?
Schicken Sie Kaufpreis, Miete, Baujahr und Ort — Sie bekommen alle vier Kennzahlen zurück, mit Rechenweg. Kostenlos, auch wenn die Zahlen nicht tragen.
Objekt prüfen lassenDie anderen drei Kennzahlen
Bruttorendite
Der schnellste Vergleichswert zwischen zwei Objekten — aber ohne Kosten, also nie die ganze Wahrheit.
Kaufpreisfaktor
Wie viele Jahresmieten das Objekt kostet. In Süddeutschland der Wert, über den am ehesten verhandelt wird.
Cashflow
Was am Monatsende tatsächlich auf dem Konto bleibt oder fehlt. Entscheidet, ob man ruhig schläft.