Bruttorendite
Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis × 100
Die Bruttorendite ist die Zahl, die in fast jedem Exposé steht — und die einzige, die sich in zehn Sekunden im Kopf rechnen lässt. Genau das macht sie nützlich und gefährlich zugleich.
Beispielrechnung
- Kaufpreis 420.000 €
- Jahresnettokaltmiete 21.600 €
- 21.600 ÷ 420.000 × 100 = 5,14 %
Musterzahlen zur Erklärung der Methode, kein reales Objekt.
Wofür die Zahl taugt
Zum Sortieren. Wer zwanzig Objekte vor sich hat, sortiert sie damit in Minuten vor und schaut sich die oberen fünf genauer an.
Wo sie in die Irre führt
Sie enthält keine einzige Kostenposition. Weder Grunderwerbsteuer noch Notar, weder Verwaltung noch Instandhaltung. Zwei Objekte mit identischer Bruttorendite können nach Kosten drei Prozentpunkte auseinanderliegen.
Der typische Fehler
Die Bruttorendite mit der Rendite zu verwechseln, die am Ende auf dem Konto ankommt. Wer mit 5,14 % kalkuliert und bei 4,06 % landet, hat sich nicht verrechnet — er hat die falsche Zahl benutzt.
Für Ihr Objekt gerechnet?
Schicken Sie Kaufpreis, Miete, Baujahr und Ort — Sie bekommen alle vier Kennzahlen zurück, mit Rechenweg. Kostenlos, auch wenn die Zahlen nicht tragen.
Objekt prüfen lassenDie anderen drei Kennzahlen
Kaufpreisfaktor
Wie viele Jahresmieten das Objekt kostet. In Süddeutschland der Wert, über den am ehesten verhandelt wird.
Nettorendite
Was nach Verwaltung, Instandhaltung und Kaufnebenkosten übrig bleibt. Die ehrlichere Zahl.
Cashflow
Was am Monatsende tatsächlich auf dem Konto bleibt oder fehlt. Entscheidet, ob man ruhig schläft.